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	<title>gesundheit Archive - Hühner Wissen</title>
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	<description>Geschichten aus dem Hühner-Garten</description>
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		<title>Fuchs Du  hast das Huhn gestohlen &#8230; Fressfeinde abhalten</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2021 12:13:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schutz für Hühner am Tag und in der Nacht Vor allem Rand- oder Insellagen bieten sich für die Hühnerhaltung an (insbesondere wenn der Gockel ein potentes Organ hat!) – und hier haben wir schon das Dilemma, denn hier gibt es umso mehr Fressfeinde. Neben Nachbars&#8216; Katz und Hund sind es Falken, Habichte oder andere Greifvögel&#8230;&#160;<a href="https://huehner-wissen.de/fressfeinde-abhalten/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Fuchs Du  hast das Huhn gestohlen &#8230; Fressfeinde abhalten</span></a></p>
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				<h2>Schutz für Hühner am Tag und in der Nacht</h2><p>Vor allem Rand- oder Insellagen bieten sich für die Hühnerhaltung an (insbesondere wenn der Gockel ein potentes Organ hat!) – und hier haben wir schon das Dilemma, denn hier gibt es umso mehr Fressfeinde. Neben Nachbars&#8216; Katz und Hund sind es Falken, Habichte oder andere Greifvögel aus der Luft. Am Boden lauern Fuchs, Marderartige, Ratten oder vielleicht sogar schon Wölfe. Einige dieser Beutegreifer wie die Wölfe sind zum Glück sehr scheu und werden den Geruch der Menschen meiden. Andere wie die Ratten leben mit Pech bei dem ein oder anderen sogar schon als Mietnomaden. Vor allem wenn man auf dem Land z.B. in der Nähe eines Bauern wohnt, sind Rattennachbarn kaum zu verhindern. Dann gibt es bei den Marderartigen z.B. kleine Mauswiesel, die durch Mäusegänge passen, aber dennoch Hühner erlegen. Es ist also gar nicht leicht, seine Hühner vor allen Fressfeinden zu schützen.</p><h3>Schutzinstinkte der Hühner nutzen</h3><p>Das Bankivahuhn gilt als Urahn heutiger Haushühner und lebt noch immer frei in Südostasien. Es lebt in Regionen mit Böschungen oder Waldrändern. Am Tag sucht es Schutz im Unterholz, um nicht Raubvögeln zum Opfer zu fallen. Während der Nacht sitzt es hoch oben in den Bäumen, um Angriffen am Boden zu entgehen.</p><p>Heutige Haushühner wollen ebenfalls innerhalb von wenigen Metern eine schützende Deckung finden und während der Nacht im Hühnerstall auf der Stange sitzen. Auch in Europa sind die meisten Greifvögel tagaktiv und die meisten Bodenangreifer während der Dämmerung oder in der Nacht unterwegs.</p><p>Für eine artgerechte Haltung ist ein Freilauf für Hühner absolut unumgänglich. Wer seinen Federfreunden das nicht bieten kann, sollte wirklich nocheinmal dringend über Hühnerhaltung nachdenken. Damit sich die Hühner wohl fühlen gilt es ein paar Dinge zu beachten. Sie müssen überall Deckung vorfinden. Obstbäume sind bereits gut, Sträucher wären besser. Die Deckung soll bis zum Boden abschließen, um wirklich unsichtbar zu werden. Gerade über Beerensträucher freuen sich die Hühner und häufig lassen sich bei großen Sträuchern am Stiel nach einigen Jahren Ableger mit Wurzelansatz herausstechen. Aber auch Haselnusssträucher, Ziersträucher oder strauchige Obstgehölze eignen sich. Bei uns hat sich z.B. der Flieder super bewährt. Nadelhölzer, die bis zum Boden abschließen, halten diesen sogar trocken, schon haben die Hühner ihr Staubbad. Wer keine oder nicht genug Sträucher hat, kann den Hühnis selber aus alten Brettern, Kisten, Autoreifen (was auch immer einem dazu einfällt) Versteckmöglichkeiten bauen. Diese dienen im Sommer auch noch zusätzlich als Schattenspender – perfekt, zwei Fliegen mit einer Klatsche!</p><h3>Schlafenszeit – Klappe zu!</h3><p>Hühner gehen normalerweise von sich aus abends in den Stall ins Betti. Erfolgt eine Fütterung am Abend, sind die Hühner natürlich erst recht pünktlich im Hühnerstall. Jetzt liegt es nur noch am Hühnerhalter, eine <a href="https://www.huehner-ratgeber.de/huehnerstall-einrichten-der-ratgeber/automatische-huehnertuer/" target="_blank" rel="noopener">sichere Hühnerklappe</a> anzubringen. Es gibt einige Modelle, die sich auf die Uhrzeiten einstellen lassen oder per Lichtsensor öffnen. Diese dürfen beim Schließen keine Hühner einklemmen und natürlich auch keins draußen „vergessen“&#8230; Besser ist es, wenn man die Klappe so einstellt, dass sie nur automatisch öffnet und am Abend noch ein paar Körner in die Einstreu fliegen. Dazu hab ich selber noch keine Erfahrungen gesammelt, denke aber gerade darüber nach vor allem für‘s Wochenende eine anzuschaffen. Im Sommer wenn die Hühner wieder früher aufstehen dann evtl. mehr dazu.</p>					</div>
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				<p>Links: momentane manuelle Klappe und Lüftungsfenster</p><p>Unten: Nahansicht Lüftungsfenster und Marderdraht</p>					</div>
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				<h3>Den Hühnerstall vor Mardern sichern</h3><p>Ein Fuchs oder eine streunende Katze haben einen großen Kopf, bei Mardern ist das anders. Diese haben einen möglichst kleinen Kopf, damit sie in die Bauten ihrer Beutetiere passen. Deswegen darf ein Marderdraht eine Maschenweite von maximal 19 x 19 mm haben. Damit die Drähte bissfest sind, sollen sie wenigstens 1,3 mm stark und feuerverzinkt sein.</p><p>Viele Beutegreifer untertunneln die Außenwand, Marderartige machen hier keine Ausnahme. Außerdem sind Marder sehr gute Klettertiere und steigen deswegen auch über das Dach ein. Sind sie einmal im Hühnerstall, verfallen sie wie einige andere Fressfeinde, z.B der Fuchs, in einen Blutrausch und töten häufig alle Hühner, obwohl sie nicht einmal eines fressen können. Die Panik der Hühner treibt sie sogar noch an.</p><p>Das bedeutet, dass Marderartige wie das Mauswiesel die Messlatte darstellen, um den Hühnerstall zu sichern. Dieser darf keinerlei Löcher an den Außenseiten haben, auch nicht am Dach. Zudem muss das Untertunneln zumindest erschwert werden. Am sichersten ist ein gegossenes Fundament. Alternativ wird der Boden verfestigt und mit Terrassenplatten ausgelegt. Diese müssen vor einem verrutschen gesichert sein. Ein bestehender Schuppen lässt sich eventuell auch nachträglich mit Terrassenplatten auslegen. Tipp: Immer wieder gibt es alte Terrassenplatten in Kleinanzeigen kostenlos zur Abholung.</p><p>Für die Außenwände reichen eng abschließende nässebeständige Holzbretter mit Nut und Feder. Besser wären jedoch Holzplatten oder andere Bauplatten beziehungsweise Mauerwerk. Die Außenwände sollen etwas dämmen und die Zugluft abhalten. Zugige Holzbretter wären auch deswegen eine Notlösung. Abgesehen davon dass Ritzen quasi eine Einladung an die grausliche rote Vogelmilbe darstellt&#8230;</p><p>Dennoch wird neben der Hühnerklappe und der Eingangstür ein Lüftungsfenster oder ein Lüftungsschacht dringend benötigt. Feuchtigkeit ist vor allem im Winter für die Hühner im Hühnerstall ein Alptraum. Daher ist die Luftzirkulation so wichtig. Hier kommt der Marderdraht zum Einsatz. Er wird stramm abschließend vor die Fenster oder Luftöffnungen befestigt.</p><p>Neben den Mardern gibt es leider auch Ratten, welche sich durch Wände beißen. Ratten werden jedoch nur an versteckten Stellen wie Rückwänden anfangen. Außerdem müssen sie diese Stellen erreichen können, mittig an der Außenwand haben sie keinen Halt. Es kann also helfen, einen 50 cm hohen Marderdraht längs am Boden an der versteckten Außenwand zu befestigen.</p><p>In <a href="https://huehner-wissen.de/huehnerstall/" rel="noopener">unserem Hühnerstall</a> sind die Hühner nachts sicher &#8222;verwahrt&#8220;. Er steht auf Stelzen, es gibt einen gesicherten Lüftungsschacht und ansonsten keine Möglichkeit von Außen in den Stall zu gelangen wenn die Türe geschlossen ist. </p><h3>Weitere Tricks gegen Fressfeinde</h3><p>In vielen Situationen dürfen die Hühner nicht vollkommen frei laufen und der Platz oder das Budget für den Hühnerzaun sind begrenzt. Aus Kostengründen wählen viele Hühnerhalter deswegen Nichtflieger wie unsere Seidis und ein <a href="https://www.huehner-ratgeber.de/gefluegelzaun/" target="_blank" rel="noopener">Hühnernetz</a> mit 1,2 Metern Höhe. Solange einige Zaunpfosten stabil im Boden verankert und hoch genug sind, lässt sich ein Netz darüber spannen. Häufig würde es bereits genügen, Drähte mit Glitzerstreifen zu spannen. Besser wäre es, ein günstiges Volierennetz zu wählen. In größeren Gehegen müssen lediglich noch einige höhere Zaunpfähle in der Fläche versenkt sein. Eine Höhe über 2 m wäre anzuraten. Zumindest ist zu verhindern, dass Raubvögel zuschlagen können. Es gibt aber auch einige, die das letzte Stück laufen, weswegen es an Deckung nicht mangeln darf.</p><p>Wer eine ganze Hühnerweise mit einem Hühnernetz absteckt, wird auf das Schutznetz verzichten müssen. Wenn es im Nebengebäude noch etwas Platz für zwei Ziegen gibt, wären diese eine perfekte Wahl: Ziegen bewegen sich hektisch und schrecken dadurch heimische Raubvögel ab. Diese würden nicht einmal <a href="https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/15812.html" target="_blank" rel="noopener">Wölfen zum Opfer fallen</a>, wenn sie mit den Hühnern über Nacht in den sicheren Stall kommen. Auch Puten haben sich als Hühnerwächter bewährt.</p><p>Wenn freilaufende Hühner in einem bestimmten Bereich bleiben sollen, ist dieser attraktiver zu gestalten. Deckung, Sandbad, Wasserstelle, Futterstelle für Grünabfälle oder der Komposthaufen sind wahre Magneten. Das Ergebnis sind gesunde, zufriedene Hühner die wenig Arbeit machen.</p><p>Falls man in einer wirklich gefährlichen Hühnergegend lebt, kann das Babyphon ebenfalls den Schutz der Hühner erhöhen. Am Tag wird nicht viel passieren. Wenn die Hühner jedoch in der Nacht panisch loslegen, kann ein rascher Kontrollgang mit Glück das Allerschlimmste verhindern. Schon vorher kann ein energischer Schlachtruf durch das Babyphon die Angreifer in die Flucht schlagen.</p><p>Alternativ zum Babyphon lässt sich ein Licht mit Bewegungsmelder anbringen. Der Sensor darf aber nur auf den Bereich ausgerichtet sein, wo keine Hühner laufen. Ob der Fressfeind durch diesen Bereich läuft, bleibt also die andere Frage. Zumindest wären Modelle mit Warnsignal zu bevorzugen.</p><p>Wenn die Nachbarn scharfe Katzen oder Hunde haben, sollen diese kontrolliert mit den Hühnern Bekanntschaft schließen. Alle Beutegreifer haben eine Freund – Feindkennung. Selbst ein wildernder Hofhund geht nicht an die Hofhühner oder Lämmer. Wenn Katzen und Hunde gezielt mit Hühnern Bekanntschaft schließen, werden sie diese nicht mehr angreifen.</p>					</div>
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				<h2>Pech gehabt? Nach dem Blutbad:</h2><p>Doch einmal Pech gehabt? Kommen Beutegreifer in den Hühnerstall, gibt es häufig keine Überlebenden und es bietet sich ein entsetzlichen Anblick. Viele von Euch kennen bestimmt das Video vom Rigotti dazu. Herzzerreißend!</p>					</div>
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				<p>Es gibt Hühnerrassen, die bessere Fluchtinstinkte haben und viel vorsichtiger sind. Diese sind leider auch scheuer und misstrauischer gegenüber den Haltern. Dennoch wäre es einen Versuch wert, den Restbestand mit einigen dieser Rassen aufzustocken. Eventuell bilden sich dadurch zwei Hühnergruppen, das wäre jedoch nicht weiter schlimm.</p>					</div>
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		<title>Die Hühner und der Tod</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mawori]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2020 21:48:55 +0000</pubDate>
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				<h2>Hühner schlachten: Wie wir unsere Deutsche Zwerg Wyandotte Lisbeth zu spät ins Jenseits befördert haben.</h2><p>Das Thema Hühner und Tod wird jeden Hühnerhalter beschäftigen müssen. Wenn man die Hühner als Haustiere hält und nicht als Zuchttiere ergibt sich die Frage vielleicht eher später als früher, aber irgendwann einmal ist es soweit. Hält man sich die Hühner eher als Nutztiere dann ist von Anfang das Thema präsent: Was mache ich mit den Hähnen? Was mache ich wenn ein Huhn keine Eier mehr legt? Was mache ich mit den &#8222;überschüssigen&#8220; Hühnern nach dem Schlupf?</p><p>Wir sind aus der Stadt aufs Land gezogen. Anfangs hatte ich sogar Probleme damit Nacktschnecken zu ermorden&#8230; Jetzt kann ich mir sogar vorstellen mein eigenes Huhn zu schlachten. Was ist passiert?</p><p>Ein &#8222;naturverbundeneres Leben&#8220; ist passiert. Ich war schon immer sehr tierlieb, bin in der Nähe der Isarauen aufgewachsen und habe meine Kindheit zum aller größten Teil draußen verbracht. Damals schon war ich immer lieber draußen. Wir haben Häuschenschnecken gesammelt, ihnen Sandburgen gebaut und Mamas Salat als Futter kredenzt. Eigene Tiere waren schon immer ein Traum von mir.</p><h3>Mit dem Landleben kamen die ersten vier Hühner. So genial.</h3><p>Von Anfang an war unsere Lisbeth, eine hübsche schwarze grün schimmernde Deutsche Zwerg-Wyandotte unser Sorgenkind. Gleich zwei Wochen nach dem Einzug bei uns hatte sie ein fürchterliches Eulenauge. Die Nase war einseitig total dicht, das Huhn hat &#8222;krank&#8220; gerochen (nicht nach Heu und Gras und Federn) und das Auge hat gesifft. Das war ein schleichender Prozess und wir, mit wenig Hühnererfahrung, haben viel zu spät gehandelt. Mit viel Mühe und vor allem Unterstützung des Züchters bei dem wir unsere Hühner gekauft hatten, war Lisbeth nach ungefähr 2 Monaten, inklusive Quarantäne und Wiedereingewöhnung wieder gesund und munter.</p><p>Man hätte meinen können dass sie durch die ganzen Strapazen Menschen gegenüber misstrauisch und scheu wird – aber das Gegenteil war der Fall! Lisbeth war unser neugierigstes Huhn und kam immer sofort angerannt sobald man sich am Gehege hat blicken lassen. Beim Stall ausmisten war sie immer ganz nah mit dabei und hat fleißig kommentiert. Einfach total süß.</p><p>Aufällig war seit dem Zeitpunkt ihrer Genesung die Form ihrer Eier. In den ersten zwei Wochen bei uns hatte sie ganz normale Eier gelegt. Schön glatt und rund. Nach ihrer Krankheit waren die Eier unförmig in der Mitte verdickt. Da die Schale sonst normal war, also nicht zu dünn oder brüchig, war uns das erstmal egal.</p><p>Über den Winter hat Lisbeth dann einen Knubbel auf der Backe entwickelt. Kolloidales Silber und sorgfältige Beobachtung waren an der Tagesordnung. Der Knubbel ist nicht größer geworden und sie schien keine Schmerzen zu haben (wobei man das bei Hühner nicht sagen kann&#8230; die verbergen das so gut es geht, um nicht schwach zu wirken). Sie hat auch brav weiter Eier gelegt und sich auch sonst komplett normal verhalten.</p><h3>Im Mai kam dann der Anfang vom Ende: Legenot.</h3><p>Ich habe sie eines Tages dabei beobachtet wie sie ganz merkwürdig stacksig, fast wie ein Pinguin oder wie jemand der die Hosen voll hat, durch das Gehege marschiert ist, immer wieder stehen blieb, den Rücken gekrümmt hat und den Hintern Richtung Boden gedrückt. Mir war relativ bald klar, dass sie Probleme mit der Eiablage hat: Legenot. Gut wird das im Buch &#8222;<a title="Hühner halten: artgerecht und natürlich" href="https://amzn.to/2FUb0dK" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hühner halten: artgerecht und natürlich</a>&#8220; auf Seite 56  beschrieben.</p><p>Wir haben sofort bei einem (normalen) Tierarzt angerufen. Ich habe nicht schlecht gestaunt als mir mitgeteilt wurde, dass ein normaler Tierarzt keine Hühner behandelt, sondern dass ich mich an einen Tierarzt für Großvieh wenden muss&#8230; (ja&#8230;. unsere Hühner sind RIESIG&#8230; größer als ein Hund&#8230;) Kopfschüttelnd haben wir unseren Nachbarn der Milchkühe hat, gefragt und uns dann sofort mit Huhn in der Katzentransportbox auf den Weg gemacht. Die Tierärztin war geldinde gesagt &#8222;erstaunt&#8220; aber dann sehr einfühlsam (v.a. mit den Menschen).</p><p>Sie hat mit dann mit Unterstützung von ihrem Mann das Ei dank Gleitmittel und beherzten Zugreifen und Massieren herausbugsiert. Die arme Lisbeth hat das alles sehr brav mitgemacht und sich sehr kooperativ verhalten. Endlich wieder zu Hause auf der Wiese gab es auch lautes Gegacker und befreites Geflatter. Wir waren erstmal beruhigt.</p><p>Nach zwei Tagen wieder das gleiche Spiel. Lisbeth stackst und krümmt den Rücken. Wir haben einige Stunden vergehen lassen und gehofft dass sie es diesmal alleine schafft. Vergebens. Wieder ab in die Transportbox und zum Tierarzt. Diesmal habe ich sehr gut aufgepasst wie die Tierärztin das Ei herausholt. In einer Kombination aus Gleitmittel, Finger in der Kloake und Ei außen am Bauch entlang nach draußen schieben, kam das Ei heraus. Lisbeth hat sich auch diesmal wieder vorblidlich kooperativ verhalten und erstaunlich ruhig gehalten.</p><p>Nach zwei Tagen: das gleiche Schauspiel wieder. Zum Verzweifeln. Diesmal haben wir es erst alleine versucht. Das Ei war auch schon deutlich sichtbar an der Kloake, also so gut wie draußen. Der letzte Flutsch hat aber noch gefehlt&#8230; wir haben es nicht geschafft. Also wieder zur Tierärztin&#8230; Uns war jetzt klar, dass es so nicht weiter gehen kann. Auch wenn Lisbeth nachdem das Ei draußen war, völlig normal und gesund wirkte, irgendwas war ganz verkehrt und sobald das nächste Ei anstand, ging die Quälerei wieder von vorne los.</p><p>Am nächsten Tag, natürlich ein Sonntag, war es soweit. Wieder Legenot. Nach zwei Stunden Heulen und Zähne knirschen haben wir uns tränenreich entschlossen Lisbeth zu schlachten und haben unseren Metzger angerufen. Der hatte Gott sei Dank spontan kurz Zeit&#8230; Wir wussten gar nicht wie uns geschah – und Lisbeth auch nicht. Innerhalb von einer Minuten war das Huhn betäubt und dann mittels Kehlschnitt geschlachtet. Fertig. Aus die Maus. Der Metzger hat sich verabschiedet.</p><p>Und ich war über mich selbst überrascht. Ab dem Zeitpunkt an dem die Entscheidung &#8222;Lisbeth schlachten&#8220; gefallen war, war ich ganz ruhig. Ich konnte sie einfangen und festhalten während der Metzger seines Amtes gewaltet hat. Sobald das Zucken vorbei war, lag da auch nicht mehr unsere Lisbeth, sondern ein totes Huhn.</p><p>Dank des hervorragenden Buches &#8222;<a href="https://amzn.to/2tYJ0D9">Geflügel und Kaninchen selbst schlachten</a>&#8220; von Wilhelm Bauer haben wir, ohne jegliche Erfahrung(!), es geschafft, das Huhn zu rupfen, auszunehmen und zu zerteilen. Und das alles ohne fremde Hilfe!</p><p>Am Ende des Tages haben wir zwar ein oder zwei Schnäppse gebraucht, aber ja&#8230; Eine ganz entscheidende Erfahrung für die ich mich bei Lisbeth nur bedanken kann. Mir ist an dem Tag klar geworden was es bedeutet, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen und Entscheidungen zu fällen. Ich habe über mich gelernt, dass ich in solchen Situation rational und ruhig handeln kann. Und dass der Tod zum Leben gehört. Anfangs wollten wir das Fleisch an unsere Katze verfüttern. Irgendwie fühlte sich das falsch an und für uns war klar, wir ehren Lisbeth am meisten, wenn wir für uns ein Festmahl bereiten. Das haben wir auch gemacht. In Dankbarkeit.</p><p>Und zum Schluss – warum schreibe ich dass wir zu spät waren? Die arme hatte schon zwei Eier in ihrem Legedarm. Das müssen ganz furchtbare Schmerzen gewesen sein. Wir haben auch entdeckt dass sie eine Art Gewebeknubbel in der Gegend der Kloake hatte. Sehr wahrscheinlich hat das verhindert, dass die Eier herausgleiten konnten. Nächstes mal bei einer Legenot schauen wir uns das höchstens zwei mal an. Wenn das Huhn es dann nicht alleine schafft, ist die Entscheidung gefallen.</p><h6>Achtung! Ich bin kein Tierarzt oder Heilpraktiker. Die hier geschilderten Methoden sind keine Empfehlung sondern lediglich ein Bericht.</h6>					</div>
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		<title>Seidenhuhn Fanni: Schnupfen und Augenbehandlung</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jan 2020 21:04:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Fanni war erkältet. Mit einem dicken linken Auge (und logischerweise keine Eier). Gottseidank haben wir es sehr früh bemerkt. Ich bin ja eine quasi fanatische Hühnerbeobachterin. Dadurch war sehr früh klar, dass mit ihrer linken Gesichtsseite etwas nicht so ganz stimmt. Das Auge war zu und dick, aber noch nicht in diesem Eulenaugenstadium. Eher&#8230;&#160;<a href="https://huehner-wissen.de/seidenhuhn-fanni-schnupfen-und-augenbehandlung/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Seidenhuhn Fanni: Schnupfen und Augenbehandlung</span></a></p>
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				<h2>Unsere Fanni war erkältet. Mit einem dicken linken Auge (und logischerweise keine Eier).</h2><p>Gottseidank haben wir es sehr früh bemerkt. Ich bin ja eine quasi fanatische Hühnerbeobachterin. Dadurch war sehr früh klar, dass mit ihrer linken Gesichtsseite etwas nicht so ganz stimmt. Das Auge war zu und dick, aber noch nicht in diesem Eulenaugenstadium. Eher wie ein bisschen geschwollen. Wenn man sanft auf ihre Nasenlöcher gedrückt hat, kam kein Schleim, es war also noch nichts akutes.</p><p>Das ist relativ bald nach ihrer Mauser passiert. Vermutlich war sie mausermäßig ein bisschen schwächer auf der Brust und hat sich dann eben erkältet. Zunächst hat sie deswegen inhalieren dürfen oder eher müssen. Mit Kamille und ein paar Tropen japanischem Minzöl. Das hat sie sehr gut mitgemacht. Wir haben sie einfach gleich in der Früh von der Stange geholt und dann ca 10 bis 15 Minuten bedämpfelt. An drei Tagen hintereinander musste sie in die Dampfkabine und danach war das Gesicht abgeschwollen. Deswegen haben wir sie erstmal wieder in Ruhe gelassen. Geblieben ist eine weiße Kornartige Ausstülpung am unteren Lid. Man kann sie auf dem oberen Bild ganz gut erkennen. Diese hat sie jetzt seit ca 2 Wochen. Und immer noch Eierflaute. Dabei ist ja jetzt Winterlegereierzeit!</p><p>Jetzt haben wir ihr probeweise Augentropfen von WALA bei Bindehautentzündung gegeben. Das sollte auf jeden Fall etwas bewirken! Schaden kann es nicht.</p><p>Das mit der Inhalation habe ich hier gelesen: <a href="https://amzn.to/2SRCGHK"><span id="productTitle" class="a-size-large">Heilende Kräuter für Tiere: Pflanzliche Hausmittel für Heim- und Nutztiere</span></a></p><h6>Achtung! Ich bin kein Tierarzt oder Heilpraktiker. Die hier geschilderten Methoden sind keine Empfehlung sondern lediglich ein Bericht.</h6>					</div>
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